Reisebericht

Reisezeit: 27.09.2020 - 11.10.2020

Reisedauer: 2 Wochen

Reiseroute: Venedig, Ravenna, Rimini, San Marino, Arezzo, Florenz, Pisa, Lucca

Reiseart: Rundreise mit Auto

Persönliche Eindrücke von : Zu Coronazeiten ist das Reisen immer eine Herausforderung. Wohin soll und darf man noch Reisen? Meine Entscheidung fiel auf Italien, weil es noch keinerlei Warnhinweise gab und weil die Versuchung, Italien mal mit weniger Touristen zu erleben, lockte. Also stand der erste Hotspot mit Venedig gleich zu Beginn auf dem Reiseplan. In Italien sind die Auflagen zu Corona teilweise sehr streng. Im öffentlichen Nahverkehr und in Museen, Cafes und beim Einkaufen usw. muss Maske getragen werden. Dies wird streng gehandhabt und Ausnahmen gibt es nicht. Überall stehen Desinfektionsspender und man wird oft aufgefordert diese auch zu benutzen. Einfach so mal schnell in eine Gelateria oder in eine Kirche reinzugehen, ist unmöglich. Vorher MNS - Mund+Nasen+Schutz aufziehen und die Hände brav desinfizieren und dann kann man es machen. Im Freien war es bisher noch nicht Pflicht einen MNS zu tragen. Aber das änderte sich mit dem rasanten Anstieg der Coronazahlen und die letzten 3 Tage in Italien mussten wir mit MNS auch im Freien herumlaufen. Bei den Eintritten gab es Beschränkungen bei der Personenzahl und eine teilweise Onlinebuchung mit einem knappen Zeitfenster war Pflicht. Man konnte aber auch vor Ort Tickets kaufen, aber eventuell mit Wartezeiten. Mit einer Onlinebuchung entging man größeren Menschenansammlungen, aber war auch zeitlich an die gebuchten Zeiten gebunden. Die Anzahl von Touristen empfand ich als sehr gering. Ich kannte viele der besuchten Ort schon von früher und weis wie voll diese waren. Im Großen und Ganzen war es eine kleine Umstellung mit all seinen Vorteilen, manchmal auch ein paar Nachteilen. So sind die Öffnungszeiten vieler Museen bzw. Kirchen begrenzt oder sie sind komplett geschlossen. Die Rückreise nach Deutschland verlief ohne Probleme und ich bin wieder gesund und Coronafrei zurückgekommen.

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Tag 1 - Fahrt nach Venedig [ ^ ]

Die Fahrt nach Venedig ging über den Fernpass, Reschenpass und weiter auf der Autobahn, wobei das Wetter regnerisch war.

Fahrt nach Venedig

Tag 2 - Chioggia und der erste Rundgang durch Venedig [ ^ ]

Laut Wetterbericht war sonniges Wetter angesagt, aber die Realität bestand aus Regen. Deswegen fuhren wir zuerst nach Chioggia, was als Klein Venedig ausgelobt wird. Es kam aber keine richtige Venedigstimmung auf und wir sind danach gleich ins richtige Venedig gefahren. Dort unternahmen wir einen ersten Spaziergang zu Fuß durch den Stadtteil Canaregio.

Chioggia und der erste Rundgang durch Venedig

Tag 3 - Venedig mit Markusplatz, Markusdom, Dogenpalast und der Rückweg zur Rialtobrücke [ ^ ]

Was sollte man als Erstes in Venedig tun? Richtig, erst einmal eine Fahrt mit dem Vaporetto auf dem Canale Grande entlang. Dabei lernt man das System von Venedig etwas kennen und man sieht bei dieser Fahrt schon mal die ganze Pracht der Paläste und Kirchen am Canale Grande. Und zum Schluss kommt man am Markusplatz an und steht vor den nächsten Höhepunkten jeder Venedigreise. Der Besucherandrang zum Markusdom war noch gering und somit ging es gleich in das grandiose Bauwerk hinein. Innen mit goldenen Mosaiken ausgestattet blendet es einem vor Schönheit. Und überall locken weitere Kostbarkeiten und der Ausblick von der Terrasse zum Markusplatz ist nicht zu verachten. Der Markusdom selbst wäre kostenlos, aber aktuell gesperrt. Somit ging es für 5€ ins Museum und auf die Dachterrasse. Am Cafe Florian warteten die Kellner noch vergebens auf Kundschaft. Es war wenig los in Venedig und vor allem deutsch sprechende Touristen anwesend. Auf der gegenüberliegenden Seite des Markusdoms befindet sich das Museum Correr, welche verschiedene Sammlungen beherbergt. Gleich neben dem Markusdom ist der Dogenpalast ein Muss für Venedigtouristen. Die prunkvoll ausgestalteten Räume sind sehenswert und die zahlreichen Räume im Kerker deuten auf viele Feinde der Serenissima hin. Der Rückweg zur Rialtobrücke bietet zahlreiche Geschäfte und weitere Attraktionen zum Verweilen an. Beim Sonnenuntergang bzw. der Blauen Stunde auf dem Canale Grande zu fahren, ist wieder ein Höhepunkt der Venedigreise.

Venedig mit Markusplatz, Markusdom, Dogenpalast und der Rückweg zur Rialtobrücke

Tag 4 - Inselrundfahrt auf die Friedhofsinsel, Murano, Burano und Torcello [ ^ ]

Die Lagunenstadt Venedig besteht aus vielen Inseln, mal größer und kleiner, mal bewohnt und unbewohnt und auch welche für einen speziellen Zweck. Die erste kleinere Insel war die San Michele und sie dient der Lagunenstadt als Friedhof. Der Friedhof ist in verschiedene Areale der Konfessionen unterteilt und ich besuchte u.a. das Grab von Igor Strawinsky. Mit dem Vaporetto (Wasserbus) ging es ans gegenüberliegenden Ufer auf die Insel Murano. Bekannt ist Murano wegen ihrer tollen Glasarbeiten. Dazu gibt es auch ein Glasmuseum, wenn es mal wieder nicht wegen Corona nur eingeschränkt geöffnet hat. Nach einen Spaziergang fuhren wir weiter nach Burano. Eine schöne kleinere Insel mit vielen bunten Häuserfassaden. Ein schöner Spaziergang durch Burano rundete den Ausflug ab. Wir hatten noch etwas Zeit und darum ging es schnell auf die schon zu sehende Insel Torcello. Zu Beginn der Lagunenstadt war dies die Hauptinsel und heute leben nur noch wenige Menschen auf dieser Insel. Zu sehen gibt es dort viel Grün und eine tolle Kirche mit Mosaiken.

Inselrundfahrt auf die Friedhofsinsel, Murano, Burano und Torcello

Tag 5 - Venedig mit Museum - Fondazione Querini Stampalia, Peggy Guggenheim Collection, Fondaco dei Tedeschi und einigen Kirchen [ ^ ]

Aufgrund von Corona sind zahlreiche kleinere Museen unter der Woche geschlossen und bei den anderen Museen muss man online die Tickets in einem Zeitfenster vorab bestellen und kaufen. In unserem Museumspass war auch das Museum Fondazione Querini Stampalia enthalten und wir buchten gleich zur Öffnung einen Termin. Dieses Museum zeigt ein typische Haus in Venedig von einer adligen Familie. Die Räume sind reich ausgestattet und der Rundgang war nett, aber auch keine so große Attraktion. Nach 2 Stunden war das nächste Museum Peggy Guggenheim Collection gebucht und man musste dafür durch den Stadtteil San Marco laufen und mit dem Vaporetto nach Dorsoduro übersetzen. Die moderne Sammlung in der Peggy Guggenheim Collection ist sehenswert, aber der ganze Ablauf mit Corona war sehr nervig und kompliziert. Man musste immer warten und es waren zu viele Besuche in den kleinen Räumen. Das hat keinen so großen Spass gemacht und das dann für 16€. Ganz kostenlos war der nächste Termin. Im ehemaligen Kaufhaus der deutschen Kaufleute - Fondaco dei Tedeschi ist heute ein Nobelkaufhaus untergebracht. Auf der Homepage kann man für 15 Minuten einen Termin auf der Dachterrasse buchen, welcher den Blick über die Realtobrücke und dem Canale Grande ermöglicht. Ich war überrascht und begeistert. Den Tag beendeten wir mit einem Rundgang durch das angrenzende Stadtviertel mit dem Besuch einiger Kirchen.

Venedig mit Museum - Fondazione Querini Stampalia, Peggy Guggenheim Collection, Fondaco dei Tedeschi und einigen Kirchen

Tag 6 - Ferrara, Abbazia di Pomposa und Comacchio [ ^ ]

Um von Venedig nach Ravenna zu fahren machten wir einen kleinen Umweg über die Stadt Ferrara. Dort stehen zwei herausragende Bauwerke, welche Besucher anziehen. Der Palazzo dei Diamanti / Palast der Diamanten wird so genannt, weil seine pyramidenförmig gestaltete Marmorfassade im grellen Sonnenlicht funkeln soll. In dem Gebäude ist eine Gemäldesammlung untergebracht und weitere Museen. Die Burg der Familie d’Este wurde aufgrund von Unruhen zum Schutz der Herrscherfamilie d’Este erbaut und bestimmt das Zentrum der Stadt. Das Museum in der Burg ist sehenswert und zeigt die Räume und diverse Ausstellungen. Im Jahre 2012 verursachte ein Erdbeben in der Emilia-Romagna große Schäden, so auch an der Burg Castello Estense. An der Kathedrale in Ferrara sind die Arbeiten noch voll im Gang und sie war komplett geschlossen. Das Rathaus und noch weitere Adelspaläste sind sehenswert. Zurück an die Straße zur Adriaküste sollte unbedingt Halt an der ehemaligen Abtei Pomposa gemacht werden. Die Kirche wurde im Jahr 1026 geweiht und der romanische Bau ist im Inneren komplett mit wunderschönen Fresken ausgemalt. Auch das Bodenmosaik der Abteikirche in Pomposa ist bemerkenswert. Nicht weit entfernt lädt noch das verschlafene Städtchen Comacchio zu einem kurzen Spaziergang ein. Entlang zahlreicher Wasserkanäle kommt man an Kirchen, Museen und unzähligen Brücken vorbei. Die Brücke Ponte dei Trepponti überspannt gleich fünf Wasserkanäle und diente früher als Stadttor. Uns präsentierte sich Comacchio als ein Ort mit nur sehr wenigen Touristen.

Ferrara, Abbazia di Pomposa und Comacchio

Tag 7 - Ravenna mit seinen Mosaiken und Kirchen [ ^ ]

Der Besuch von Ravenna war mein Wunsch und ich war nicht das erste Mal in dieser Stadt. Bei den letzten Besuchen waren immer wieder Restaurationen mit Gerüsten in den Kirchen zu sehen und dieses Mal war alles Anders. Alle Attraktionen waren fertig restauriert und strahlten im vollem Glanz. Was macht Ravenna so einzigartig? Dies sind die zahlreichen wirklich sehr alten Kirchen mit deren Mosaiken im Inneren. Um das zeitlich einzuordnen hier ein kurzer nicht vollständiger historischer Abriss. Anfang des 5. Jh. wurde die Hauptstadt des weströmischen Kaiserreiches nach Ravenna verlegt. Somit war Ravenna die letzte Hauptstadt des Weströmischen Reiches und in der Folge blühte die Stadt nochmals auf. Die Ostgoten unter Theoderich residierten seit 493 in Ravenna. Um 535 begannen die oströmischen Truppen aus Konstantinopel mit der Rückeroberung von Ravenna und ganz Italien. Aus dieser Zeit stammen viele Kirchen und die Mosaiken im Inneren. Hierbei handelt es sich um die teilweise ältesten noch stehenden Kirchenbauten von Italien, ja sogar von ganz Europa. Und die Mosaiken im Inneren sind so prachtvoll und farbenfroh, wie man sie sonst kaum woanders sieht. Ich war wieder fasziniert und wurde in den Bann gezogen. Aufgrund von Corona musste man den Besuch vieler Orte vorab im Internet in einem kurzen Zeitfenster buchen. Um den ganzen Zeitplan einzuhalten, bedarf es den Stadtrundgang nach den Buchungen auszurichten. Das hat natürlich Nachteile, aber auch ein paar Vorteile. Die Besucherzahlen waren stark begrenzt und somit hielt sich der Andrang einigermaßen in Grenzen.

Vor dem ersten Termin war noch etwas Zeit und wir besuchten das MAR - Ravenna Art Museum. In dem ehemaligen Kloster der nebenan liegenden Kirche Basilica di Santa Maria in Porto ist ein Kunstmuseum untergebracht. Von hier aus schlenderten wir am sogenannten Palast Theoderichs vorbei zu Kirche Sant’Apollinare Nuovo. Die Mosaiken zeigen auf der einen Seite den Zug der Jungfrauen und auf der anderen Seite den Zug der Märtyrer. Um zum nächsten Ort mit Zeitfenster zu kommen, ging es durch die Stadt über den Hauptplatz Piazza del Popolo und an Dantes Grab vorbei. Das Baptisterium der Kathedrale von Ravenna ist das älteste erhaltene Bauwerk in Ravenna und die Mosaiken an der Decke der Taufkapelle wunderschön. Die Kathedrale selbst hatte Mittagspause, aber das Museum nebenan enthält einen weiteren Schatz. Im Erzbischöflichen Museum steht die Maximianskathedra, ein Bischofsstuhl aus dem 6. Jahrhundert welcher mit Elfenbeinplatten überzogen ist. Einen Raum nebenan beinhaltet die Erzbischöfliche Kapelle (Kapelle des hl. Andreas) mit Mosaiken aus dem 6. Jahrhundert. Ein neuerlicher Spaziergang durch die Stadt Ravenna lies uns zum Mausoleum der Kaiserin Galla Placidia kommen. Die Kaiserin liegt selbst nicht im Mausoleum, aber die Mosaiken im Inneren ziehen einem wieder in den Bann. Auf dem selben Gelände nebenan steht wohl der Höhepunkt der Kirchen in Ravenna. Die Kirche Basilica di San Vitale wurde als Zentralbau errichtet und die Mosaiken in der Apsis sind weltbekannt. Nicht nur die Mosaiken sind sehenswert, sondern auch die Fresken aus dem 18. Jh. runden den Besuch in der Kirche ab. Dies waren nicht alle Orte, welche wir in Ravenna besuchten. Etwas hinter dem Bahnhof verborgen, steht das Mausoleum des Theoderich und ist die Grablege des ostgotischen Königs Theoderich, genannt der Große. Ob er hier tatsächlich begraben wurde - das weis niemand. Zum späten Nachmittag fuhren wir zur letzten Kirche an den Stadtrand von Ravenna. Die Kirche Sant’Apollinare in Classe ist eine dem hl. Apollinaris von Ravenna geweihte Kirche im ehemalig am Meer liegenden Ort Classe. Die Kirche aus dem zweiten Viertel des 6. Jahrhunderts, am Übergang von der Spätantike zur Vorromanik, folgt dem Beispiel der noch zahlreich vorhandenen dreischiffigen Basiliken - deutsch Königshallen.

Ravenna mit seinen Mosaiken und Kirchen

ein Video über Ravenna aus der Serie Schätze der Welt Erbe der Menschheit und hier die Originalseite aus der Serie mit Ravenna

Tag 8 - Rimini, Faenza, Forli und Cesena [ ^ ]

Heute standen eher vier Provinzstädte auf dem Plan, wo die großen Höhepunkte fehlen werden. Aber ich wollte unbedingt die Umgebung etwas erkunden. Gleich am Morgen fingen wir mit dem Badeort Rimini an. Wobei Rimini eine sehr alte Stadt ist und schon die alte Tiberiusbrücke aus den Zeiten des gleichnamigen römischen Kaisers und der Augustusbogen zeugen von einer langen Vergangenheit. Das Geschlecht der Malatesta hinterließen zahlreiche Bauten, wie auch die Festung. Der nächste Besuch galt der Stadt war Faenza, wovon das französische Wort Fayence abgeleitet ist. Bekannt ist die Stadt für das Internationale Keramikmuseum, welches aber geschlossen hatte. Wir besuchten die Kathedrale und die zwei markanten Plätze mit seinen Gebäuden und Brunnen davor. Die Stadt Forli wurde im letzten Jahrhundert von dem Diktator Mussolini, welcher in der Nähe geboren wurde, teilweise stark verändert. Es gibt aber noch genügend alte Bausubstanz, die man sich anschauen kann. Um den Hauptplatz Piazza Aurelio Saffi gruppiert sich das Kloster Abbazia di San Mercuriale und gleich daneben die Post nach dem Geschmack von Mussolini. Bei dem Spaziergang durch die Stadt besuchten wir den Palazzo Romagnoli und das ehemalige Dominikanerkloster mit ihren Kunstmuseum. An der alten Stadtmauer sahen wir die vernachlässigte Festung Rocca di Ravaldino. In der letzten Stadt Cesena war ein große Fest am laufen und deswegen verlief der Besuch ziemlich schnell ab. Um den Hauptplatz Piazza del Popolo steht das Rathaus und die Festung/Rocca des Geschlecht der Malatestiana. Die Malatestiana gründeten die berühmte Biblioteca Malatestiana Moderna.

Rimini, Faenza, Forli und Cesena

Tag 9 - San Marino, San Leo, Sansepolcro und Anghiari [ ^ ]

Der Besuch von San Marino wird aufgrund der fehlenden Mehrwertsteuer überall angepriesen. Mein Besuch galt aber der Altstadt auf dem Bergrücken. Die älteste Republik der Welt ist sehenswert und mit seinen Befestigungsanlagen viele Fotos wert. Nach dem Besuch ging es nach San Leo, welches in Sichtweite entfernt zu sehen ist. Das kleine San Leo liegt schon in der Region Marken und hat eine eine liebenswerte Altstadt und gegenüber liegend eine Festung aufzubieten. Die Besuche der toskanischen Orte Sansepolcro und Anghiari boten sich auf der Weiterfahrt an.

San Marino, San Leo, Sansepolcro und Anghiari

Tag 10 - Arezzo, Poppi und Camaldoli [ ^ ]

Die Altstadt von Arezzo besticht mit einer schönen Kulisse, welche auch schon für den Preisgekrönten Kinofilm "Das Leben ist schön" verwendet wurde. Der trapezförmige und schräge Platz Piazza Grande ist das Aushängeschild von Arezzo. In der Kirche Basilica di San Francesco sind die Fresken von Piero della Francesca ein Höhepunkt. Das verschlafene Poppi hat viele Arkadengänge und eine schöne Burg zu bieten. Das kleine Camaldoli besteht eigentlich fast nur aus dem Kloster mit seinen Wirtschaftsgebäuden.

Arezzo, Poppi und Camaldoli

Tag 11 - San Piero a Sieve, Fiesole und Florenz [ ^ ]

Von Arezzo kommend ging es erst einmal ins Umland von Florenz. Leider war das Glück nicht auf unserer Seite. Einiges war geschlossen oder mit einem Baugerüst verschlossen, anderes wiederum entpuppte sich als weniger sehenswert. In San Piero a Sieve wurde das alte Taufbecken gelobt und in Fiesole der tolle Blick hinunter in die Stadt Florenz. Somit blieb dann noch etwas Zeit für einen Spaziergang durch Florenz zum Sonnenuntergang.

San Piero a Sieve, Fiesole und ein erster kurzer Spaziergang durch Florenz

Tag 12 - Florenz mit den Uffizien, Rathaus, Dom und weiteren Kirchen [ ^ ]

Der Rundgang durch Florenz begann mit der Besichtigung der berühmten Uffizien. Diese Sammlung von Plastiken und Gemälden fasziniert einen von Beginn an. Hochkarätige und bekannte Ausstellungsstücke entdeckt man überall und die Präsentation ist sehr schön. Nach dem Besuch der Uffizien ging es am Rathaus vorbei und danach zum Dom/Kathedrale. Zum Abschluss des Rundganges zu weiteren Palästen und in einige Kirchen hinein, bis es dunkel wurde bzw. die Kirchen geschlossen wurden.

Seit heute muss man in Italien einen Mund-Nasen-Schutz auch im Freien tragen. Das ist nicht sehr angenehm, aber wird von den meisten Menschen und Touristen umgesetzt.

Florenz mit den Uffizien, Rathaus, Dom und weiteren Kirchen

Tag 13 - Rundgang durch Florenz mit Palazzo Pitti und Basilica di Santa Croce [ ^ ]

Wieder mussten wir die Eintrittskarten für den Palazzo Pitti online vorab bestellen und ein Zeitfenster auswählen. Gleich früh am Morgen ging es zum Palast mit seinen mehreren Museen im Inneren. 16€ kostet das Ticket und beinhaltet mehrere Museen, wobei einige Abteilungen geschlossen waren. Trotzdem, was sich da wieder den Besuchern zeigte ist Weltklasse. Hier hängen die Raffaels, Lippis, Rubens an vollen Wänden mit anderen Alten Meistern zusammen. Viel Masse gepaart mit Klasse sieht man auf den Rundgang. Ein Stockwerk höher beginnt dann die moderne Abteilung, welche sich aber auch nicht verstecken muss. Nach 3 Stunden Rundgang ging es wieder an die frische Luft und auf einen weiteren Rundgang zu Kirchen. Leider war da schon die Mittagspause angebrochen und die kostenlosen Kirchen alle geschlossen. Und wenn mal Eintritt ansteht, dann muss es gleich immer 8€ sein. Bei der Basilica di Santa Croce habe ich mir den Eintritt gegönnt und wurde nicht enttäuscht. In dieser Kirche sind viele Grabmale zu sehen, u.a. von Galileo Galilei, Michelangelo, Rossini und ein Ehrengrab für Dante. Im Chor und mehreren Kapellen sind alte Fresken aus dem 14.Jh zusehen, u.a. von Giotto und Taddeo Gaddi. Die Kirche ist ein gesamtes Kunstwerk und auf jeden Fall sehenswert. Dann neigte sich der Tag schon langsam zur Neige und zum Sonnenuntergang sind wir wieder auf den schon bekannten Hügel an der Piazzale Michelangelo gelaufen. Der Blick auf Florenz ist einfach traumhaft. Viele Touristen sitzen auf Treppen oder lehnen an der Mauer und beobachten den Sonnenuntergang. Wir sind dann noch zu einer weiteren Kirche etwas oberhalb gegangen und schauten bis zum Rauswurf in das Innere.

Rundgang durch Florenz mit Palazzo Pitti und Basilica di Santa Croce

Tag 14 - Rundgang durch Pisa [ ^ ]

Von Florenz kommend ging es heute zuerst auf die Piazza dei Miracoli / Piazza del Duomo. Sie ist die Grasfläche mit den schönsten Gebäuden von Pisa. Auf dem Platz steht das berühmte Ensemble, bestehend aus dem Baptisterium als größte Taufkirche der Welt, dem Friedhof Camposanto Monumentale und dem kreuzförmigen Dom Santa Maria Assunta mit seinem Campanile, dem Schiefen Turm. Hier stehen die Fotomotive, welcher jeder Besucher in Pisa sehen will. Zuerst machten wir einen Rundgang von außen. Danach besuchten wir den Dom, wo im Jahr 1063 Baubeginn war. Seine markante Fassade wurde als Pisaner Romanik in der gesamten Toskana zum Vorbild. Im Inneren ist die Kanzel ist ein Werk von Giovanni Pisano, entstanden in der Zeit von 1302 bis 1311. Das Mosaik des Christus Pantokrator in der Apsis und das Kuppelfresko sind weitere Höhepunkte. Im nebenan liegenden Museum Museo dell'Opera del Duomo sind weitere Kunstschätze ausgestellt und von dort hat man auch einen schönen Blick zum Campanile (Schiefen Turm) und der Kathedrale. Der Campanile ist ein kunstvoll verzierter Turm aus dem 14. Jahrhundert mit der weltberühmten Schieflage. Das Kombiticket beinhaltet auch einen Besuch vom Camposanto Monumentale, einen edlen Friedhof um einen Innenhof mit Kreuzgang und Fresken aus dem 14 Jh. angeordnet. Der Freskenzyklus ist der größte aus dem Mittelalter und wurde durch Bomben im 2.Weltkrieg teilweise zerstört und nun wieder restauriert. Das freistehende  Baptisterium ist die größte Taufkirche der Welt und im Inneren steht das achteckiges Taufbecken mit der Marmorkanzel, welche von Nicola Pisano aus der Zeit von 1255 bis 1260 stammt. Der weitere Rundgang durch die Altstadt von Pisa fiel durch den andauernden Regen leider etwas knapp aus. Wenn man am Fluss Arno entlang läuft, dann kommt man an der kleinen gotischen Kirche Chiesa di Santa Maria della Spina vorbei. Der schöne Renaissanceplatz Piazza dei Cavalieri mit dem Palast des ersten Medici, der aus zwei Gebäuden erweiterte Palast Palazzo dell'Orologio mit dem Tor und der Kirche Chiesa Nazionale di Santo Stefano dei Cavalieri bilden das Zentrum von Pisa. Von hier aus lässt es sich schön durch die Stadt und am Fluss Arno entlang schlendern.

Rundgang durch Pisa mit dem Schiefen Turm von Pisa
ein Video aus der Serie Schätze der Welt Erbe der Menschheit

Tag 15 - kurzer Spaziergang durch Lucca und Rückfahrt [ ^ ]

Heute sollte die Rückfahrt nach Deutschland erfolgen und dies würde mindestens 9 Stunden dauern. Zudem stand das Wetter kurz vor einem Regenschauer. Aus diesem Grund unternahm ich nur einen kurzen zwanglosen Spaziergang durch die Altstadt von Lucca. Nach dem Durchschreiten der Stadtmauer steht man fast schon vor der Kathedrale San Martino, welche am Ende des 12. Jh. erbaut wurde. Am Sonntagmorgen fand ein Gottesdienst für geladene Gäste statt und somit ging es gleich ein paar Meter weiter zur nächsten Kirche. Der folgende Höhepunkt wartete an der Kirche Chiesa di San Michele in Foro mit ihrem prächtigen Giebel und einem Tafelgemälde von Lippi. Der weitere Spaziergang verlief am Geburtshaus von Puccini vorbei zur romanischen Kirche mit goldener Mosaikfassade, der Basilica di San Frediano. Hier gleich um die Ecke inmitten von den Wohnhäusern ist der alte Platz des römischen Amphitheater. Heute ist die Piazza dell'Anfiteatro ein ovaler von mittelalterlichen Häusern umgebener Platz mit Cafés und Markt. Ein paar Gassen weiter steht wohl der berühmteste Turm von Lucca, der Torre Guinigi. Der Backsteinturm aus dem 14. Jh. mit 230 Stufen und Steineichen auf der Spitze bietet den Blick auf die umliegenden Berge und die Stadt.
Auf der Heimfahrt fing es schon kurz nach Lucca an heftig zu regnen und dieser Tag beendete die 2-wöchige Reise durch einen Teil vom Norden Italiens.

kurzer Spaziergang durch Lucca

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